3. Jenga©-Turnier gegen Denkverbote

UPDATE: Mit einer faustdicken Überraschung endete das diesjährige Turnier. Obwohl das Turnier sich in die Verlängerung zog und den erwarteten Zeitrahmen angesichts der vielen Teilnehmer deutlich überzog, war es einer der „Alten“, die das Turnier für sich entscheiden konnten. Thorsten „Slowhand“ Eggers war nicht aus der Ruhe zu bringen und gewann die Endrunde, in die auch Christof Seyfferth und Mirjam Groß einzogen.

Noch spannender waren allerding die Gespräche und Diskussionen in den Pausen und am Rande des Turniers. Einige Denkverbote habe sich scheinbar schon so intensiv eingenistet, so dass bereits das Infragestellen dieser mit Kopfschütteln bedacht wird. Dem gilt es entgegenzutreten. Möglichst oft. Möglichst jeder.

Wir haben aber auch über die Grenzen der freien Meinungsäußerung gesprochen und konnten übereinstimmend herausstellen, dass die Persönlichkeitsrechte einschränkende Schmähungen und ähnliches bei den Piraten nichts verloren haben und es in der Gesellschaft auch nicht sollten. Wir wollen die Piratenpartei weiter als liberal-soziale Bürgerrechtspartei sehen.

Es ist wieder soweit! Am Dienstag, 11. September 2012 veranstalten wir unser jährliches Jenga©-Turnier gegen Denkverbote. Ab 18.00 Uhr fallen die ersten Steine. Jedermann kann mitmachen, aber nur pünktliches Erscheinen sichert eine Teilnahme. Es ist kein Startgeld und kein Eintritt notwendig, lediglich die Getränke müsst ihr selbst zahlen. Das Turnier findet im Snooker-Saloon, Gasstraße 16, 27568 Bremerhaven statt.

Warum spielen wir am Dienstag, 11. September ein Jenga-Turnier gegen Denkverbote? Die Piratenpartei versteht sich als Bürgerrechtspartei der Informationsgesellschaft. Es gibt unveräußerliche Menschenrechte, denen wir uns selbstverständlich auch verpflichtet fühlen. Dazu gehört auch das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und noch mehr das Recht, selbst zu denken, was man will.

Hierzu einmal der Artikel 5 (1) des Grundgesetzes „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Im politischen Diskurs finden sich Denkverbote vor allem über die zunächst in den USA grassierende, mittlerweile aber auch in Europa und Deutschland Nährboden findende „political correctness“. Diese „Politische Korrektheit“ zielt darauf ab, was man öffentlich sagen, was man tun muss bzw. was man öffentlich nicht sagen, nicht tun darf, wenn man nicht moralisch verurteilt werden will. In der Folge kommt es zu einer moralinsauren Gesellschaft, deren Denkverbotsmentalität in allen möglichen Tabuisierungen und Sprechverboten endet.

Denkverbote haben in der Piratenpartei keinen Platz! Zeigen wir, dass wir uns nicht vorschreiben lassen, von wem auch immer, wann wir welches Gesellschaftsspiel zu spielen haben bzw. nicht spielen dürfen. Kommt vorbei und habt mit uns Spaß am Spiel und an der Diskussion.


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